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Vor der Reformation standen 8 Altäre in dieser Kirche. Im Weiteren gab es Reliquien von 32 Heiligen.

Wie kam es zur Heiligenverehrung?

Die Heiligenverehrung begann bereits sehr früh. Zuerst wurden nur Märtyrer, wie zum Beispiel der Heilige Petrus, verehrt. Nach der Christenverfolgung wurden auch Bischöfe und Päpste heilig gesprochen. Der erste Heilige, der kein Märtyrer war, war der Heilige Martin. Im 10. Jahrhundert entstand die Idee der heiligen Herrscher. Jede Herrscherdynastie wollte ihren eigenen Heiligen haben.

Hier in Basel kennt man auch einen Kaiser, der heilig gesprochen wurde. Es ist Kaiser Heinrich II, der Gründer des Basler Münsters.

Durch die Kreuzzüge wuren auch weibliche Heilige bekannter und angesehener. Man begann sie zu verehren. Zum Beispiel waren es die Heilige Barbara oder die Heilige Katharina. Sehr wichtig war, dass die Kirche Reliquien der Heiligen besassen. Diese Reliquien hatten eine magische Kraft.

Im Mittelalter integrierten die Menschen die Heiligen in ihr Alltagsleben. Wenn man über ein Datum sprach, wurde nicht ein Wochentag erwähnt, sondern der Name des Heiligen. Sprach man vom 6. November, so sagte man am Leonhardstag. Es gibt auch heute noch wichtige und bekannte Tage, die wir mit dem Namen eines Heiligen benennen. So zum Beispiel der 26. Dezember, den Stephanstag.

Wichtig war auch, dass man sich mit den Heiligen gut stellt. Man betete zu ihnen, machte ihnen Geschenke und ging auf Pilgerreise. Die reichen Bewohner einer Stadt schenkten der Kirche einen Altar oder liessen eine Kirche für einen Heiligen bauen.

Die Heiligenverehrung gibt es auch heute noch. Während der Regierungszeit von Papst Johannes II wurden doppelt so viele Heiligsprechungen vorgenommen als in den vergangenen 400 Jahren.

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